Das deutsche Team liegt bei der WM in Trondheim im Mixed-Wettbewerb der Nordischen Kombination auf Medaillenkurs. Von Platz drei nach dem Springen geht das Quartett mit Olympiasieger Vinzenz Geiger und Vizeweltmeister Julian Schmid mit Weltcup-Spitzenreiterin Nathalie Armbruster und Jenny Nowak in die abschließende Langlauf-Staffel ab 16.05 (ZDF und Eurosport). Für den Angriff auf Gold könnte der Rückstand zu groß sein.
Die Führung eroberte Norwegen um Topstar Jarl Magnus Riiber mit 14 Sekunden Vorsprung auf Japan und Yuna Kasai, die am Donnerstag Gold im Massenstart geholt hatte. Deutschland liegt 28 Sekunden zurück, Vierter ist Österreich (+45 Sekunden). In der Staffel müssen die beiden Männer je 5, die Frauen je 2,5 km laufen.
"Norwegen ist der Favorit auf Gold. Es wäre schön, wenn wir sie ärgern könnten", sagte Geiger, der mit einem Sprung auf 102,5 m ebenso überzeugte wie sein Oberstdorfer Klubkollege Schmid (103,5).
An Norwegens Rekordweltmeister Riiber, der die Tagesbestweite von 107,0 m ablieferte und seinen neunten WM-Titel holen kann, kamen sie aber nicht heran. "Es wird schwierig, die Norweger einzuholen, da muss man realistisch sein. Wir müssen etwas riskieren, aber eine halbe Minute ist schon viel", sagte Schmid.
Bei den Frauen zeigten sich Nowak (94,5) und Armbruster (93,5) nicht ganz auf dem Niveau der Allerbesten um Norwegens Einzelzweite Gyda Westvold Hansen (102,0). Armbruster hatte am Donnerstag im Massenstart als Sechste die erhoffte Auftakt-Medaille verpasst, Nowak war als Fünfte beste Deutsche gewesen.
Bei der WM-Premiere des Mixed-Teams 2023 hatte Deutschland in der gleichen Besetzung hinter dem ebenfalls in der gleichen Formation angetretenen norwegischen Quartett Silber geholt. Die Männer bestreiten am Samstag ihren ersten Einzelwettkampf von der Normalschanze, für die Frauen endet die WM bereits am Sonntag mit der Gundersen-Entscheidung ebenfalls von der kleinen Schanze.